BUND Kreisverband Main-Taunus
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Storch

Storch mit Jungtier

Der BUND Ortsverband Flörsheim am Main ist stark in den Schutz und die Wiederansiedlung von Störchen in der Region aktiv. Dieses Projekt läuft schon seit vielen Jahren und ist eines der bekanntesten Naturschutzprojekte rund um Flörsheim. 

Was der BUND in Flörsheim für Störche macht

  • Wiederansiedlung der Störche: Seit über 20 Jahren kümmert sich der Ortsverband darum, dass Störche wieder dauerhaft im Rhein-Main-Gebiet brüten.
  • Bau von Nistplätzen: Der BUND hat spezielle Storchenmasten mit Nestplattformen („Horste“) aufgestellt, damit Störche sichere Brutplätze haben.
  • Beringung von Jungstörchen: Jedes Jahr werden junge Störche markiert. Dadurch können Forscher später erkennen, wo sie hinziehen und ob sie zurückkommen.
  • Öffentliche Aktionen: Die Beringung wird oft öffentlich gezeigt, damit Bürger und Kinder mehr über Störche lernen können. 

Ein Beispiel:

  • 2023 konnten 17 Jungstörche beringt werden.
  • Gleichzeitig gab es leider mindestens 23 tote Störche, meist durch Stromleitungen.
  • Viele Störche nisten auf Hochspannungsmasten, was für sie gefährlich sein kann. 

Hauptprobleme für die Störche

  • Stromschlag an Hochspannungsleitungen
  • Müll oder Plastik im Nest
  • fehlende sichere Nistplätze

Darum arbeitet der BUND auch mit Energieunternehmen zusammen, um sicherere Nistmöglichkeiten zu schaffen.

Kurz gesagt:
Der BUND in Flörsheim organisiert Nester, überwacht Storchenpaare, beringt Jungvögel und versucht, Gefahren wie Stromleitungen zu reduzieren, damit sich die Storchenpopulation in der Region stabilisiert.

Steinkauz

Junger Steinkauz  (Foto: G.Krichbaum 2023)

Die Schwaben sind bekannt als fleißige "Häuslebauer". Von den Steinkäuzen kann man das nicht sagen. Die legen sich immer nur in ein gemachtes Nest.

In der Natur sind das in erster Linie ausgehöhlte Baumstämme, in denen der Höhlen-boden nach Möglichkeit mit vermodertem Holz bedeckt ist, weich gepolstert und saugfähig. Das ist wichtig für seinen Nachwuchs. Kleine Steinkäuze scheiden nämlich beachtliche Mengen an flüssigem Kot aus.
Davon sind im Durchschnitt nur 6 - 8 Stück bewohnt. Das wird den Laien überraschen, doch man muss wissen, dass ein Steinkauz-Paar im Normalfall mehrere dieser Röhren gleichzeitig für sich beansprucht.

Der Steinkauz (Athene noctua) ist eine gut faustgroße Eule mit einer Flügelspannweite von etwa 50 cm.

Natürliche Wohn- und Brutmöglichkeiten sind für den Steinkauz in unserer ausgeräumten Landschaft selten geworden. Deshalb helfen die BUNDler kräftig nach. Rund 30 selbstgebaute hölzerne Röhren haben sie in den Gemarkungen von Flörsheim, Wicker und Weilbach in großen Bäumen aufgehängt.

Davon sind im Durchschnitt nur 6 - 8 Stück bewohnt. Das wird den Laien überraschen, doch man muss wissen, dass ein Steinkauz-Paar im Normalfall mehrere dieser Röhren gleichzeitig für sich beansprucht.

Mit einer Länge von knapp einem Meter und gut 20 Zentimeter im Durchmesser sind diese Behausungen für den nur amselgroßen Steinkauz recht groß. Vier bis fünf Stunden Arbeitszeit pro Röhre muss ein erfahrener BUNDler für den Bau einkalkulieren. Ausgediente hölzerne Rolläden sind der wichtigste Bestandteil einer künstlichen Steinkauzbehausung. Sie werden um zwei vorher mit der Stichsäge ausgesägte dicke Holzscheiben gewickelt und daran festgenagelt. Die vordere der beiden Holzscheiben erhält ein rundes Loch von 6 - 7 Zentimetern Durchmesser; sie dient als Ein- und Ausgang. Die hintere Scheibe hat eine Öffnung von ca. 16 Zentimeter Durchmesser. Sie wird mit einem Deckel zugeschraubt. Der wird bei der Reinigung geöffnet. Eine Lage Dachpappe, um diese Holzröhre gewickelt, schützt vor allzu rascher Verwitterung und bewahrt seine Bewohner vor Wind und Regen.

Die fertigen Röhren werden dann auf starke Äste freistehender Bäume gelegt und mit vier eisernen Lochbändern daran festgenagelt. Wichtig ist, dass der Boden des Innenraumes vorher mit feinen Hobelspänen bestreut wird. Schließlich sollen die künftigen Bewohner sofort ein gemachtes Nest vorfinden. Im Gegensatz zu unseren heimischen Singvögeln denkt der Steinkauz nicht daran, selbst etwas zu tun für seine und seiner Nachkommen Bequemlichkeit.

Bei einer durchschnittlichen Haltbarkeit der Röhren von zehn Jahren muss der Flörsheimer BUND im Durchschnitt drei Röhren pro Jahr austauschen, das heisst durch neugebaute ersetzen.

Wenn Sie Expertenrat zum Steinkauzröhrenbau brauchen, wenden Sie sich an Bernd Zürn. Er hilft Ihnen gerne weiter. Tel.: 06145-32666