Willkommen beim OV Hattersheim
Nistkastenreinigung in Hattersheim
(Foto: Christine Dörr /BUND Hessen)
Der Ortsverband Hattersheim ist seit 2023 wieder sehr aktiv in Hattersheim, Okriftel und Eddersheim.
Unsere regelmäßigen Treffen finden jeden 2. Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr im Begegnungshaus Eddersheim statt.
Wir freuen uns, wenn Sie Interesse an unserer Arbeit haben und laden Sie herzlich ein, einfach einmal vorbeizukommen und uns bei einem unverbindlichen Treffen kennenzulernen.
Derzeit sind unsere Schwerpunkte:
- Nistkästen
- Schwalben
- Igel
Wir beschäftigen uns aber auch mit anderen aktuellen Themen wie zum Beispiel dem Hochwasserschutz in Eddersheim.
Der Vorstand besteht aus den Sprecherinnen Christine Dörr, Vera Franssen und Thea Tobisch-Schuster.
Sie erreichen uns unter info@ovhattersheim.bund-hessen.net
Maindeichsanierung Eddersheim
In den letzten Wochen hat uns das Thema Maindeichsanierung Eddersheim intensiv beschäftigt. Wir haben Unterschriften für eine umweltverträgliche Sanierung des Maindeichs gesammelt, nicht gegen die Maindeichsanierung. Viele Fragen sind noch offen. Wir versuchen, diese zu klären. Unterstützen Sie uns bei unseren Bemühungen, den Charakter der Parkanlage in Eddersheim zu bewahren und einen sicheren und umweltverträglichen Schutz gegen mögliche Hochwasserereignisse zu erhalten.
Offener Brief
Nistkästen
Vogelnest mit Eiern
(Foto: Christine Dörr/BUND Hessen)
Unsere Aktiven kümmern sich um die Reinigung der Nistkästen im Stadtbereich. Die Standorte der Nistkästen, zum Beispiel im Wäldchen oder dem Friedhof Okriftel, sind auf entsprechenden Plänen notiert, damit sie leicht gefunden werden können. Bei unserer letzten Aktion im Okrifteler Wäldchen wurden die Kästen in einer gut erreichbaren Höhe angebracht, damit sie künftig ohne Leiter mit einer Spezialstange abgenommen und nach der Reinigung wieder aufgehängt werden können. Bei den Reinigungsaktionen gibt es oft interessante Überraschungen, wenn beispielsweise Haselmäuse oder Gartenschläfer in die Nistkästen eingezogen sind. Wir freuen uns immer über Unterstützung bei diesen Aktionen.
Schwalben
Anbringung von Schwalbennestern
(Foto: Christine Dörr/BUND Hessen)
Schwalben gelten als Glücksbringer. Doch leider sieht man die hübschen Glücksbringer nicht mehr so häufig und zahlreich am Himmel. Dies hat mehrere Gründe. Das Insektensterben führt zu Nahrungsmangel. Wegen der Flächenversiegelung finden die Schwalben nur noch schwer Lehm, den sie für den Bau ihrer Nester benötigen. Außerdem sind viele neue, moderne Hauswände oft so glatt, dass die Nester dort nicht haften. Manchmal werden Schwalbennester zerstört, um zu verhindern, dass Schwalben Hausfassaden verschmutzen. Um dem entgegenzuwirken, haben wir im vergangenen Jahr eine Reihe von Doppelnestern im Ortsgebiet angebracht. Nun hoffen wir, dass die neuen Wohnungen von den fliegenden Glücksbringern gut angenommen werden.
Schwalbenjahr 2026 "zufriedenstellend"
Mehlschwalben sind ‚Langstreckenzieher‘
Vielleicht haben Sie in den letzten Tagen mehrfach Ansammlungen von Vögeln auf Stromleitungen gesehen? Das könnten Mehlschwalben gewesen sein. Die sammeln sich Ende August/Anfang September, starten aber erst Mitte September in ihre Winterquartiere. Die liegen südlich der Sahara. Dabei leisten die nur 18 Gramm wiegenden Tierchen Erstaunliches: In vier bis sechs Wochen legen sie bis zu 10.000 Kilometer zurück! Mit 40 bis 80 Kilometer pro Stunde und rund 300 Kilometer am Tag. Im Gegensatz zum Storch überqueren sie dabei das Mittelmeer.
Mitte April bis Mitte Mai kommen unsere geflügelten ‚Glücksbringer‘ dann wieder zurück. Grundsätzlich zu ihren angestammten Nestern. Mehlschwalben sind extrem ‚brutplatztreu‘.
Wohnungsnot auch bei den Mehlschwalben
Mehlschwalben, die wieder in ihr Nest aus dem Vorjahr einziehen können, haben sehr viel Arbeit gespart. Für den Bau eines Nestes müssten sie 700 bis 1.500 Lehmkügelchen suchen, sie mit ihrem Speichel vermischen, an die ‚Baustelle‘ schleppen und dort ihr kleines Nest bauen. In den letzten Jahren wird das für unsere gefiederten Freunde immer schwerer. Schuld sind wir Menschen. Durch die ständige Versiegelung unseres Bodens gibt es immer weniger Lehm. Noch schlimmer: Immer mehr Häuser werden wärmegedämmt und bekommen eine glatte Hausfassade. Daran haften keine Nester.
BUND bietet Fertighäuser für Mehlschwalben an
Zur Linderung der Wohnungsnot hat der BUND Hattersheim im Jahr 2025 insgesamt sechs künstliche Nester für Mehlschwalben an Privathäusern angebracht: Eines in Hattersheim, zwei in Eddersheim und drei in Okriftel. Erfreulich: In einem Nest in Eddersheim gab es 2026 schon Nachwuchs. Meistens dauert es einige Jahre, ehe die Tiere ein solches Angebot annehmen.
Wer sich mit dem Gedanken trägt, an seinem Haus einen Nistkasten anzubringen, kann sich gerne an den BUND Hattersheim wenden: info(at)ovhattersheim.bund-hessen.net Bei Monika Eddison-Wild im Wiesenweg 9 in Eddersheim kann man fünf Doppelnester von der Straße aus sehen. Der BUND beschafft und montiert die Nistkästen. Zum Schutz der Hauswand vor Kotbeschmutzung durch die Tiere bringt er, wenn das gewünscht wird, ein sogenanntes ‚Kotbrett‘ ca. 50 cm unter den Nestern an. Kosten entstehen den neuen ‚Vermietern‘ nicht.
Igel
Wir können einiges tun, damit sich Igel auch bei uns in dichter besiedelten Gebieten wohlfühlen. Wir können den Igeln im Garten Unterschlüpfe in dichtem Gestrüpp, unter Büschen, Laubhaufen und Steinhaufen anbieten. In einem naturnahen Garten finden Igel Raupen, Käfer, Schnecken und Regenwürmer, die sie zur Nahrungsversorgung benötigen. Es ist auch wichtig, Durchgänge zu anderen Gärten zu ermöglichen. Igel sind nachtaktiv und mögen keine hell erleuchteten Gärten. Immer wieder kommt es durch Mähroboter zu Verletzungen der nachtaktiven Tiere. Bitte lassen Sie Mähroboter nur tagsüber fahren, um die nachtaktiven Tiere nicht zu gefährden.